Pankreaskarzinom - Mein Leben mit einer Krankheit

MEIN LEBEN MIT EINER KRANKHEIT
Einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung
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Erkrankungen
Pankreaskarzinom



Hat Ihr Arzt Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt, muss zunächst untersucht werden, wie weit sich der Tumor schon ausgebreitet hat. Diese Ausbreitung wird in verschiedene Stadien eingeteilt. In welchem Stadium sich der Tumor befindet ist für die Wahl der geeigneten Therapie und für die Nachsorge wichtig. Kennt der Arzt das Ausbreitungsstadium, kann er Genaueres über die Heilungschancen und den wahrscheinlichen Krankheitsverlauf sagen.
Stadieneinteilung nach TNM-Klassifikation
Das genaue Stadium eines Tumors kann erst nach der Untersuchung von Gewebeproben oder entnommener Lymphknoten angegeben werden. Die Stadien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs werden nach der internationalen TNM-Klassifikation eingeteilt:
* Tumorgröße (T)
* Lymphknotenbefall (N)
* Eventuell vorhandene Metastasen (M)
Die Ziffern hinter den Buchstaben geben an, wie groß der Tumor ist (T1 bis T4), ob Lymphknoten befallen sind (N0 oder N1) und ob Tochtergeschwülste (Metastasen) vorliegen (M0 oder M1). T2 N1 M0 würde beispielsweise bedeuten, dass es sich um einen auf die Bauchspeicheldrüse begrenzten Tumor handelt, der mehr als 2 cm in der größten Ausdehnung misst und bereits Lymphknoten befallen hat, während jedoch noch keine Fernmetastasen vorliegen.
TNM-Klassifizierung
T0 kein Anhalt für Primärtumor
T1 Tumor begrenzt auf die Bauchspeicheldrüse, max. Durchmesser 2 cm
T2 Tumor begrenzt auf die Bauchspeicheldrüse, Durchmesser > 2 cm
T3 Tumor breitet sich in Zwölffingerdarm, großen Gallengang oder das umgebende Gewebe aus
T4 Tumor breitet sich in Magen, Milz, Dickdarm oder benachbarte große Gefäße aus
N0 kein Befall der regionalen Lymphknoten
N1 Befall der regionalen Lymphknoten
M0 keine Fernmetastasen
M1 Fernmetastasen
Einordnung nach Behandlungsauswirkung
Aus den vorliegenden Stadien wird abgeleitet, welchen Einfluss diese auf die Behandlung haben. Mediziner unterscheiden folgende Formen:
* Lokal/operierbar: Der Tumor ist örtlich begrenzt und kann operativ behandelt werden.
* Lokal fortgeschritten/ nicht operierbar: Die Krebsgeschwulst hat sich lokal ausgedehnt (z. B. auf Nachbarorgane wie Zwölffingerdarm, Magen oder Milz) und kann nicht mehr operiert werden.
* Metastasiert: Es liegen bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen oder Organen vor, beispielsweise in der Leber oder der Lunge.

Definition: (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
* Seltener Tumor: 3% aller Tumoren
* Zu ca. 70% im Pankreaskopf lokalisierter, bösartiger Tumor des Pankreas
* Histologisch meist Adenokarzinom, das vom exkretorischen Anteil, häufig den kleinen Gängen ausgehen
* Betrifft Männer etwas häufiger als Frauen, Hauptmanifestationsalter 60. - 70. Lebensjahr.
* Sehr schlechte Prognose (postoperative 5-Jahresrate: 1-2%)
* Schwierige Diagnose (meist zu spät entdeckt)
* Schwierige Therapie (meist inoperabel bei Diagnosestellung)
Risikofaktoren
* Ursache: unbekannt
* Rauchen
* Alkoholabusus
* Übermässiger Koffeingenuss
* Umweltgifte
* chronische Pankreatitis?
Symptome
* lange Zeit nur unspezifische Beschwerden: vornehmlich Gewichtsverlust, Mattigkeit und Leistungsknick sowie Oberbauchbeschwerden und Verdauungsstörungen, Appetitmangel
* Pankreaskopf- und Papillenkarzinome können aber bereits recht früh durch Verlegung der ableitenden Gallenwege zu einem schmerzlosen Ikterus und einer vergrößerten, nicht druckschmerzhaften Gallenblase ( Courvoisier-Zeichen ) führen » Begleitpankreatitis
* Strahlen die Schmerzen bereits in den Rücken, hat sich der Tumor bereits retroperitoneal ausgebreitete(Richtung Wirbelsäule), und kann nicht mehr vollständig entfernt werden
* Selten: Paraneoplastische Thrombosen und Thrombophlebitiden
Metastasierung
Metastasiert vor allem in die Leber und die regionalen Lymphknoten und wächst in die umgebenden Strukturen wie Duodenum, Blutgefäße oder Galengänge ein
Diagnostik
* Bilirubin(gesamt, direkt)
* Enzyme: Amylase, Lipase, alkalische Phosphatase, gamma-GT
* (Endo-)Sonographie : Tumor, dilatierte Gänge? Schlecht zu differenzieren
* CT: Abklärung des Tumorausmaßes (Operabel?), Metastasen, Einbruch bzw, Ummauerung großer kopfnaher gefäße (A/V mesenerica, V portae, A/V lienalis)
* MRT-Angiographie: Gefäße infiltreirt?, präoerpativ
* ERCP: bei Ikterus mit Bilirubin > 10 Einlegen einer Wurbschen Sonde zur Gallenableitung, Probeexzision und Histologie, Abbruch des Gangsystems weist auf ein Karzinom hin
* Feinnadelbiopsie unter sonographischer oder computertomographischer Kontrolle und Histologie
* Zur Verlaufskontrolle: Tumormarker CEA und CA 19-9
* In manchen Fällen ist keine sichere Diagnose möglich: evtl. Probelaparotomie ( explorative Laparotomie ) mit Probeentnahme
Behandlungsstrategie
* Die Behandlung des Pankreaskarzinoms ist primär operativ
* Aufgrund der oft späten Diagnosestellung ist eine kurative Operation nur bei ungefähr 20 % aller Patienten möglich
* Radio-Chemotherapie auch postoperativ möglich
Kurative Operationsverfahren
• Methode der Wahl beim Pankreaskopf- oder -papillenkarzinom ist die Whipple-Operation (partielle Duodenopankreatektomie) mit Entfernung von Pankreaskopf ( Pankreasrechtsresektion ), Duodenum, Gallenblase und zwei Dritteln des Magens sowie aller regionären Lymphknoten. Zur Wiederherstellung der Magen-Darm-Passage sind zahlreiche Verfahren bekannt.
• Nur manchmal ist ein Erhalt des Magens und des Pylorus ( pyloruserhaltende Duodenopankreatektomie ) oder, selten, sogar des Duodenums und damit der normalen Magen-Darm-Passage möglich. Bei einem Pankreasschwanzkarzinom wird in der Regel eine Pankreaslinksresektion durchgeführt, bei der der Pankreasschwanz - oft mit der Milz - entfernt wird.
• Bei Pankreaskörperkarzinomen, sehr großen Pankreastumoren oder mehreren Tumoren in verschiedenen Anteilen des Pankreas ist eine totale Duodenopankreatektomie erforderlich. Da das Pankreas vollständig entfernt wird, resultieren eine exokrine und endokrine Pankreasinsuffizienz mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus.
• Die Whipple-Operation und die totale Duodenopankreatektomie gehören zu den größten Bauchoperationen überhaupt und sind mit einer Letalität von 10 - 20 % behaftet.
Palliative Operationsverfahren
• Palliativmaßnahmen verlängern die Überlebenszeit des Patienten zwar nicht oder kaum, können aber die teils sehr quälenden Beschwerden des Kranken lindern:
• Bei Ikterus möglich sind das endoskopische Einlegen einer Drainage (Tannenbaumprothese) oder die Anlage einer biliodigestiven Anastomose, d.h. einer operativen Verbindung zwischen Gallenwegen und Magen-Darm-Trakt. Beispiel hier ist die Cholecysto- oder Choledochojejunostomie zwischen der Gallenblase bzw. dem Ductus choledochus und einer ausgeschalteten Dünndarmschlinge. Da die Galle nun wieder abfließen kann, bildet sich der Ikterus schnell zurück, und dem Patienten geht es (subjektiv) besser
• In fortgeschrittenen Stadien ist eine Magenentleerungsstörung häufig. Hier kann dem Patienten eine Gastrojejunostomie zur Umgehung der tumorbedingten Stenose helfen
• Bei einem Aufstau des Pankreassekrets im Ductus pancreaticus kann entweder endoskopisch eine Drainage eingelegt oder eine Pankreatojejunostomie wie bei der chronischen Pankreatitis durchgeführt werden.
• Bei manchen Patienten ist eine Kombination verschiedener palliativer Verfahren sinnvoll. Eine postoperative Strahlen- und Chemotherapie verlängert zwar nicht die Überlebenszeit, kann aber die Schmerzen vermindern.








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