Krankheit Teil 1 - Mein Leben mit einer Krankheit

MEIN LEBEN MIT EINER KRANKHEIT
Einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung
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Krankheit und heute

Der Beginn meiner Erkrankung                             
Am frühen Nachmittag 31.12.1999 –dem Millennium- Jahreswechsels in das neue Jahrtausend litt ich unter starken Oberbauchbeschwerden. Für mich sollte das Event - Jahreswechsel - nichts Gutes bedeuten. Wie fast jeder Deutsche, war ich dabei mich mit Freunden in das neue Jahr zu begeben. Auf Grund von sehr starken Schmerzen über den gesamten Tag begab ich mich zu um 22.00 Uhr zu Bett. Mir war auch nicht mehr zum Anstoßen um 00.00 Uhr zu Mute. Die Schmerzen wurden und wurden immer unerträglicher. So habe ich alle Schmerzmedikamente die in meinem Besitz waren aus dem Schrank gesucht. Ich nahm hier von etwas und davon etwas, ( nicht zu empfehlen ) aber nichts befreite mich wirklich von dem stechenden Schmerz. Der feierliche Jahreswechsel war für mich erledigt. Immer im Abstand von zwei Stunden habe ich erneut Schmerzmedikamente eingenommen. Nachdem ich so richtig benebelt war und die Knallerei vorbei war, muss ich eingeschlafen sein. Ich schlief bis zum nächsten Tag mittags. Die nächsten Tage verliefen mit leichten aber erträg-lichen Schmerzen. Jedoch Mitte Januar, war es wieder so schlimm dass ich meine Hausärztin aufsuchte. Sie machte normale Untersuchungen und konnte aber nicht wirklich eine Diagnose erstellen. Was sie vor meinem Verlassen der Praxis noch machte, war Blut entnehmen für das Labor. Ich sollte mich am nächsten Tag wieder vorstellen. Sie empfahl mir noch eine Diät und gab zur Sicherheit mittelstarke Schmerzmittel mit.


Am nächsten Morgen begab ich mich wieder in die Praxis meiner Hausärztin. Als ich nach zwei Stunden in ihrem Sprechstundenzimmer saß teilte sie mir mit, das die Blut -Werte etwas erhöht sind was aber kein Grund zur Beunruhigung wäre. So ging es auch erst einmal wieder mit strenger Diät zwei Wochen ganz gut. Dann gingen die Oberbauchschmerzen die bis in den Rücken strahlten erneut los.
Diese Schmerzen sind nicht mit Magen - oder anderen Schmerzen zu vergleichen, es ist ein stechender nicht aufhörender Schmerz. Er ist teuflisch, einfach nicht zu beschreiben und für einen außenstehenden nicht nachvollziehbar. Nur ein Betroffener wird wissen wovon ich schreibe. Als es trotz der verschriebenen Medikamente meiner Hausärztin nicht mehr auszuhalten war, entschloss ich mich den Bereitschaftsarzt zu rufen. Dieser kam auch nach unendlich gewordenen drei Stunden bei mir zu Hause an. Es war ein sehr netter Arzt der mich fragte, ob ich so etwas schon öfters gehabt hätte. Das bejahte ich und er fragte: Hat man bei ihnen schon einmal die Bauchspeicheldrüse untersucht? Ich habe vorher von der Bauchspeicheldrüse nie etwas gehört. Sicher ich wusste, dass es dieses Organ gibt aber mehr auch nicht. Er machte eine Spritze mit drei Medikamenten fertig. Ein Schmerzmittel ein Beruhigungsmittel und ein Schlafmittel. Nach dem der Arzt die Wohnung verlassen hatte brauchte ich keine zehn Minuten bis ich Schmerzfrei war und fest einschlief.


Am nächsten Tag war alles wie weggeblasen. Also verfolgte ich die Geschichte auch nicht mehr. Einige Tage später es war dann früh um 04.00 Uhr, da bekam ich wieder diese Schmerzen.
Ich habe mich dann um 06.00 Uhr auf die Beine in Richtung Praxis meiner Hausärztin gemacht in der Hoffnung, dass sie etwas eher kommt.
Als sie endlich da war gab sie in regelmäßigen Abständen drei Schmerzspritzen. Doch diese halfen mir nicht mehr. Auf der Liege worauf ich lag, war ich mit diesen Schmerzen nicht mehr zu halten. Sie rief den Notarzt der kurze Zeit später eintraf. Von diesem Notarzt bekam ich erneut eine Spritze. Ich bin dann erst wieder ca. eine Stunde später in der Notaufnahme aufgewacht, wo ein Arzt mir dann erklärte, dass ich stationär aufgenommen werde.
Damit musste ich mich nun abfinden, Hauptsache mir wurde geholfen. Ab sofort bekam ich kein Essen mehr und einen Haufen Infusionen. Wofür die alle waren, war mir egal ich wollte nur noch keine Schmerzen mehr haben. Ich befand mich auf der Gastroenterologie, wo fast jeden Tag neue Untersuchungen stattgefunden haben. Von ERCP, CT, Röntgen und viele andere Untersuchungen.
Die Schmerzen waren nun nach dem circa fünften Tag verschwunden und ich dachte, schön dann kannst du ja nach Hause. Doch daraus sollte nichts werden.


Der damalige Stationsarzt, eröffnete mir, dass irgendetwas nicht mit meiner Bauchspeicheldrüse (lat. Pankreas) stimmt. Ich konnte mir darunter zu diesem Zeitpunkt, überhaupt gar nichts vorstellen. Wie Bauchspeicheldrüse.......das geht doch wieder weg, oder? Er sagte mir nur dass die bildgebende Untersuchung etwas Auffälliges zeigt, aber die Ärzte seien sich da noch nicht sicher, was es diagnostisch genau sein könnte. So verbrachte ich komplette sechs Wochen zunächst auf der Gastroenterologie mit vielen weiteren Untersuchungen.
Dann setzte mich man in Kenntnis, dass ich einen sehr erfahrenen Chirurgen vorgestellt werden sollte. Ich verstand die Welt nicht mehr........Chirurgen............wieso das denn? Dieser benannte Arzt stand den nächsten Morgen an meinem Bett, mit fünf anderen Ärzten. Was dort geredet wur-de, war lateinisch dem ich nicht mächtig bin. Der Oberarzt (heute Professor) vermittelte mir, dass ich am gleichen Tag auf die Chirurgie verlegt werde um dort weitere Untersuchungen durch zu führen. War ich jetzt wirklich richtig krank? Ich ging immer noch vom positiven aus. Das kann nicht sein, das geht doch wieder weg. In kürzeren Abständen machten sich immer wieder Oberbauchschmerzen bemerkbar. Der Tag X kam und man eröffnete mir, ich hätte einen höchstwahrscheinlich bösartigen Tumor an der Bauchspeicheldrüse ( Pankreaskopf) d.h.sofortige OP (Pankreaskopfteilresektion).DerTumor befindet sich am Bauchspeicheldrüsenkopf. Für mich brach eine heile Welt zusammen. Das ist nicht wahr, das ist doch das Ende...............

Zum Glück hatte ich meine Familie die mich auffing und versuchte mir die Ängste zu nehmen. Was diese OP später für eine Rolle spielte, war mir bis dahin nicht bewusst. Auf meinem Zimmer hatte ich einen Herrn mit sehr viel OP - Erfahrung. Er schaffte es mir die großen Ängste zu nehmen. Zwischen uns entstand eine Freundschaft. Der große Tag war nun da und ich wurde ca. 8 Stunden operiert. Während der Operation wurde diagnostiziert, dass der Tumor - ZU MEINEM GLÜCK - ein gutartiger Tumor war. Danach gab es das normale Programm: Intensivstation, Normalstation, Entlassung. Ich hatte es geschafft und wurde zehn Tage nachdem entlassen. Was der normale Alltag mit einer „kaputten“ Bauchspeicheldrüse für mich bringen wird, war mir bis dahin nicht bewusst. Danach fuhr ich für sechs Wochen in die REHA nach Bad Kissingen, was mir gut tat. Übrigens aus der REHA wurde ich mit der Empfehlung; arbeitsfähig entlassen, was sich später aber nicht bestätigen sollte. Dass es wenige Zeit später noch schlimmer wird, konnte ich bis dahin nicht wissen.






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HILFE FÜR BETROFFENE
Wegen der Komplexität einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung sollten sich betroffene Patienten bzw. deren Angehörigen immer Hilfe von meheren Stellen suchen. Die Selbsthlife kann den Betroffenen bei der Bewältigung seiner Krankheit unterstützend helfen, ersetzt aber generell keinen Arztbesuch.
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