Diagnostik Pankreatitis - Mein Leben mit einer Krankheit

MEIN LEBEN MIT EINER KRANKHEIT
Einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung
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Erkrankungen
Diagnostik



Labor
* Klammer?-Amylase und Lipase sind im Serum stark erhöht, meist ist auch im Urin eine erhöhte ?-Amylase nachweisbar » die Höhe dieser Werte erlauben keinen Rücksschluss auf das Ausmaß der Erkrankung!
* Hypokalzämie (Kalzium bindet sich an das nekrotische
Pankreasgewebe Hinweis auf Stadium II
* Anstieg von harnpflichtigen Substanzen
* Anämie Abfall von Hämoglobin und Hämatokrit
* BZ steigt, durch gestörte Insulinabgabe
* Leucozytose, BSG-Erhöhung CRP steigt » Entzündung
* » Im weiteren Verlauf müssen das BB, die Elektrolyte, besonders Calcium und die Nierenchemie engmaschig kontrolliert werden, da sie im Gegensatz zu den Enzymwerten Amylase und Lipase das Fortschreiten der Krankheit und den Erfolg der Therapie differenziert beschrieben können
Röntgen
* Thorax: Pleuraerguss, Schocklunge, Pneumonie?
* Abdomenübersicht : freie Luft, subphrenische Luftsichel, Steinschatten, Spiegelbildung?
* Pancreasspezial : Kalknekrosen im Stadium II » Calcium im Serum erniedrigt
Sonographie:
* Exudat, Nekrosen, ödematöse Schwellung, evtl. Gallensteine
* Darstellung kann durch gasgefüllte Darmschlingen erschwert sein
* Pseudozyten
CT

Differentialdiagnostik
Herzinfarkt: schwierigste DD: HI und AP können gleichen Schmerzcharakter, Kollaps (bzw. Schock) und EKG-Veränderungen zeigen
Akuter Bauch:
* Ulcusperforation (immer freie Luft) » Abdomen im Stehen • Mesenterialinfarkt
Behandlungsstrategie

Konservative Therapie
* Die Therapie einer akuten Pankreatitis ist primär konservativ
• Basistherapie: Zu Beginn der Erkrankung Verlaufkontrolle der wichtigsten Prognoseparameter
* Kreislauf
* Ausscheidung, Bilanzierung, ZVD-Messung
* BZ: Beteiligung der insulinbildenden Zellen?
* BB, Elektrolyte und Nierenchemie
* Temperatur: Einschätzung der fortschreitenden Entzündung, evtl. Blutkultur
* Evtl. Intensivbehandlung, Beatmung, Dialyse
• Schocktherapie (Volumensubstitution, rasch Blut- und Plasmaersatz
• Ruhigstellung der Pancreas » Enzymaktivität verringern
* Parenterale Ernährung mit Elektrolyt- und Volumenersatz, absolute Nulldiät
* Volumenersatz im Rahmen der Schockbekämpfung unter Berücksichtigung von ZVD (7 - 8 cmWS) und Temperatur
* Volumenersatz, da Ödem
* Nährstoffe nach Grundumsatz und Tätigkeit
* Elektrolytersatz (vor allem Kalzium)
* Aminosäuren
* Keine Fette: können eine AP verschlimmern
* Schmerzbekämpfung mit Procain über Perfusor, evtl. zusätzlich Paracetamol, Buprenorphin (Temgesic®) oder Tramadol, kein Morphin » Sphincterspasmus
* H 2 -Blocker (Antra): zur Drosselung der Magenäureproduktion (HCl leiert u. a. den Sekretin-Pancreocymin-Mechanismus an)
* Bei Fieber über 39 °C oder Nekrosen oder bei biliärer Pankreatitis (efahr der aufsteigenden Cholangitis) intravenöse Antibiotikagabe
* Bei Subileus oder Ileus Ableiten des Magensaftes und Luft über eine Magensonde
* ZVK-Anlage
Endoskopie

ERCP: zur Steinentfernung

Operative Therapie
• Indikation:
* schwer zu stellen. Bei ausgedehnten Nekrosen, bakterieller Infektion von Nekrosen oder Pseudozysten sowie Abszessbildung, Andauung der inneren Organe
* Die Nekrosen werden operativ ausgeräumt ( Nekrosektomie ) und die Bauchhöhle ausgiebig gespült (Lavage)
* Ggf. ist anschließend eine kontinuierliche Spülung über intraoperativ eingebrachte Drainagen oder eine Etappenlavage erforderlich » soll eine weitere Nekrosen- und Toxinausschwemmung bewirken
* Wenn die Autolyse weiter fortschreitet, muss die operative Nekrosektomie mehrmals durchgeführt werden
Pflege bei akuter Pankreatitis
* Patienten mit einer akuten Pankreatitis werden meist auf der Intensivstation behandelt und müssen wegen der strikten Nahrungskarenz parenteral ernährt werden » regelmäßige Soor- und Parotitisprophylaxe, keine säurehaltigen Pflegemittel, da sie die Sekretion des Speichel unnötig fördern
* Sichern der medikamentösen Therapie
* Spezielle Nasenpflege bei Magensonde
* Meist ist der Patient außerdem in einem schlechten Allgemeinzustand, so dass eine Unterstützung bei den ATL und weitere Prophylaxen erforderlich sind.
* engmaschige Kontrolle von Vitalzeichen, Ausscheidung und ZVD
* Schmerzlindernd kann eine Knierolle zur Entlastung der Bauchdecke wirken und - nach ärztlicher Anordnung - ein Kühlelement auf dem Oberbauch.
* Patinfo über Sinn der Bettruhe
* Nach Abklingen der Akutphase wird der Patient langsam mobilisiert und die Kost vorsichtig wieder aufgebaut. In den meisten Häusern gibt es hierzu "Stufenpläne", die einen Beginn mit Tee und Zwieback und eine Steigerung je nach Befinden des Patienten und ermittelten Lipase- bzw. Amylasewerten, frühestens aber alle 2 - 3 Tage, vorsehen. Reizstoffe wie Alkohol oder Kaffee sind tabu, Fett wird erst zuletzt in kleinen Mengen zugegeben. Günstig sind mehrere kleine Mahlzeiten täglich
• Schmerzprotokoll, um Wirksamkeit, Dauer. Eintritt beurteilen zu können, sowie Achten auf Nebenwirkungen; kein Morphin
Prognose
* Abhängig der rasch einsetzenden Therapie
* Sterblichkeit in der Akutphase der Erkrankung beträgt bei leichten Formen unter 5 (1) %
* bei schwersten Verläufen mit Nekrosen von über 50 % des Pankreasvolumens bis zu 80 %.
* Die langfristige Prognose hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, Rezidive zu verhüten. Dies bedeutet für die Mehrzahl der Patienten - abhängig von der Erkrankungsursache - einen Alkoholentzug oder eine Sanierung der Gallenwegserkrankung.


 


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HILFE FÜR BETROFFENE
Wegen der Komplexität einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung sollten sich betroffene Patienten bzw. deren Angehörigen immer Hilfe von meheren Stellen suchen. Die Selbsthlife kann den Betroffenen bei der Bewältigung seiner Krankheit unterstützend helfen, ersetzt aber generell keinen Arztbesuch.
BETROFFENENBERICHT:
Jeder Betroffene berichtet über einzelne Schicksale, über unterschiedliche Krankheitsverlaüfe. Ich erlaube mir hier,  ausführlich über meine Krankheit auf dieser Website zu berichten. mehr
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