chron. Pankreatitis - Mein Leben mit einer Krankheit

MEIN LEBEN MIT EINER KRANKHEIT
Einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung
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Erkrankungen
3) Chronische Pankreatitis und Pankreasinsuffizienz




Definition:
Kontinuierlich oder in Schüben fortschreitende Pankreatitis mit zunehmendem Verlust exokrinen (verminderte Ausschüttung der Verdauungsenzyme und Bikarbonat) und der endokrinen (verminderte Ausschüttung vor allem von Insulin) Pankreasfunktion ( Pankreasinsuffizienz )

Chronisch progrediente Form:
* ohne Schübe
Chronisch rezidivierende Form:
* mit akuten Schüben
Auslösende Faktoren
* 60% Chronischer Alkoholabusus • Untergeordnete Rolle: Gallenleiden
* Seltener: HPT, Mucoviszidose
* Ideopathisch: ohne erkennbare Ursache
Die Pankreatitis in Bildern: >>>>>klicken >>>>

Symptome

* Leitsymptom: wiederholte Schmerzattacken (nicht akut, nicht kolikartig) über mehrere Stunden bis Tage. Die Schmerzen sind typischerweise im Oberbauch lokalisiert und strahlen gürtelförmig in den Rücken aus. Oft werden sie durch fette Mahlzeiten oder Alkohol ausgelöst. Im Endstadium (nach 8 - 12 Jahren) der Erkrankung lassen die Schmerzen meist nach ("Ausbrennen" der Pankreatitis) (Schmerz hängt von der exokrinen Funktion ab)
* Viele Patienten verlieren bereits recht früh an Gewicht, WAngst vorm Essen, da der Schmerz häufig unter der Mahlzeit verstärkt ist
* Suicidneigung und Analgetikasucht ist häufig
* Erst wenn mehr als 90 % des Pankreas zerstört sind, treten mit Fettunverträglichkeit, Fettstühlen (Steatorrhoe), Malassimilationssyndrom, Diarrhöen, Meteorismus und Diabetes mellitus die Zeichen einer exokrinen und endokrinen Pankreasinsuffizienz auf.
* Bei der Palpation des Abdomens geben die meisten Patienten einen Druckschmerz im Oberbauch an.

Komplikationen

* Pseudozysten mit Kompression der Gallenwege (Ikterus) oder des Duodenums, sowie Blutung und Verdrängungserscheinungen
* Abszesse
* Milzvenenthrombose
* Aszites.

Diagnostik und Differentialdiagnose

* Hinter einer rezidivierenden Pancreatitis kann sich sowohl eine chronisch rezidivierende Pankreatitis mit akutem Schub oder eine echte akute Pankreatitis verbergen, die diagnostische Trennung ist schwer, die Therapie daher gleich
* Röntgenleeraufnahme des Abdomens: Bei ca. 30 % findet man WKalkspritzer" (gewebliche Veränderungen mit Kalkeinlagerungen)
* Sonographie: zeigt vor allem in späteren Krankheitsstadien Pseudozysten
* ERCP : Pankreasgang und evtl. Gallengänge sind verändert
* Labor: ?-Amylase und Lipase sind in der Regel nur während eines akuten Schubes erhöht.

• Eine exokrine Pankreasinsuffizienz kann durch folgende Funktionstests nachgewiesen werden:

* Beim Sekretin-Pankreozymin-Test wird dem nüchternen Patienten zunächst eine tiefe Duodenalsonde gelegt und dann der Duodenalsaft vor und nach Stimulation durch intravenöse Sekretin- und Pankreozymingabe analysiert. Vor der Untersuchung muss der Patient eine Nahrungskarenz von mindestens 12 Stunden einhalten
* Einfacher und weniger belastend ist der Pankreolauryltest, bei dem die Patienten Fluoresceindilaurat oral zu sich nehmen. Die Substanz wird bei intakter exokriner Pankreasfunktion in Laurinsäure und Fluorescein gespalten. Letzteres kann dann im Sammelurin nachgewiesen werden
* Ähnlich funktioniert auch der NBT-PABA-Test ( N - B enzol-L- t yrosyl- p araamino b enzoesäure bzw. englisch: -acid), bei dem die oral aufgenommene Testsubstanz durch Cholestyramin gespalten und das Spaltprodukt PABA im Sammelurin gemessen wird
* Die Stuhluntersuchungen entsprechen denen bei Malassimilation (Gewicht, Fettanteil, Chymotrypsingehalt). Außerdem ist heute die Bestimmung der Elastase 1, eines weiteren pankreasspezifischen Enzyms, im Stuhl möglich.

Behandlungsstrategie

• Akute Schübe werden wie eine akute Pankreatitis behandelt. Ansonsten gelten in der Behandlung der chronischen Pankreatitis folgende Grundsätze:

* Stets notwendig ist absoluter Alkoholverzicht
* Die Kost sollte kohlenhydrat- und eiweißreich (100-120g/Tag), dabei fettarm sein. Am günstigsten sind mehrere kleine Mahlzeiten. Am besten werden mittelkettige Triglyzeride (z.B. Ceres®-Margarine) resorbiert
* Fehlende Pankreasenzyme werden substituiert (z.B. Kreon®-Granulat)
* Bei einem Diabetes mellitus ist eine Insulintherapie notwendig
* Evtl. ist die Gabe von Vitaminen (Fettlösliche vor allem) und Spurenelementen sinnvoll
* Vielfach müssen Analgetika gegeben werden.

• Pankreasgangsteine oder Pankreasgangstenosen können heute vielfach endoskopisch angegangen werden, ebenso ist eine Drainage von Pseudozysten oft über endoskopisch eingebrachte Katheter möglich.

• Operiert wird nur bei konservativ oder endoskopisch nicht lösbaren Ursachen der Erkrankung, etwa bei endoskopisch nicht behebbaren Stenosen und Pseudozysten, bei Fisteln, bei konservativ nicht beherrschbaren Schmerzen oder bei trotz Ausschöpfung aller anderen diagnostischen Möglichkeiten weiter bestehendem Tumorverdacht. Häufigste Eingriffe sind Drainageoperationen, bei denen die Pseudozyste oder der erweiterte Pankreasgang eröffnet und zur Entlastung z.B. mit einer nach der Roux-Y-Technik ausgeschalteten Jejunumschlinge anastomosiert werden. Resezierende Verfahren sind selten erforderlich.
Pflege bei chronischer Pankreatitis

* Wie Pflege bei akuter Pankreatits
* Selbsthilfegruppen, Suchtberatung

Ziel der Pflege : schädigende Faktoren, die ein Aufflackern der Entzündung begünstigen, so weit wie möglich ausschalten
Ernährung

* Problem: durch die Maldigestion (unzureichende Verdauungsleistung) nehmen die Patienten relativ früh an Gewicht ab und klagen über Übelkeit, Völlegefühl vor allem nach dem Mahlzeiten
* Im akuten Schub: Nahrungskarenz, parenterale Ernährung, danach langsamer Kostaufbau
* Alkohol verboten, Verzicht von Kaffee
* Wenig Fett, Vermeidung von Speesein, die nicht vertragen werden
* Frittierte/panierte Fleisch- oder Fischgerichte, fette Wurstsorten
* Blähende Gemüse wie Kohl, Hülsenfrüchten, Zwiebeln
* Fette Backwaren und Süßigkeiten
* Rohes Stein- oder Kernobst wie Pflaumen oder Johannisbeeren
* Stark gewürzte, gesalzene und gesäuerte Speisen

• In der Regel weiß der Patient selbst, was er verträgt

* Diätassistentin
* Unterstützung und Aufklärung der Angehörigen

Schmerzfreiheit

* Medikamentgabe, Nebenwirkungen und Wirkung überprüfen (Schmerzprotokoll)

Ausscheidung

* Stuhlgangbeobachtung: Fettbeimengungen, Obstipation, Diarrhoe
* Meterorismus

Sinn finden

* Große psychische Belastung für den Patienten
* Gesprächsbereitschaft zeigen, Einfühlungsvermögen, Geduld
* Selbsthilfegruppe,Sozialdienst

Prognose

Wurde die Erkrankung durch Choledochus- oder Papillensteine bzw. -stenosen ausgelöst, ist die Prognose nach Beseitigung der Ursache gut. Alle anderen Formen sind durch einen langen Leidensweg, aber insgesamt geringe Letalität gekennzeichnet. Werden die fettarme Diät und die absolute Alkoholkarenz konsequent eingehalten, kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werde

Symptome
* Leitsymptom: wiederholte Schmerzattacken (nicht akut, nicht kolikartig) über mehrere Stunden bis Tage. Die Schmerzen sind typischerweise im Oberbauch lokalisiert und strahlen gürtelförmig in den Rücken aus. Oft werden sie durch fette Mahlzeiten oder Alkohol ausgelöst. Im Endstadium (nach 8 - 12 Jahren) der Erkrankung lassen die Schmerzen meist nach ("Ausbrennen" der Pankreatitis) (Schmerz hängt von der exokrinen Funktion ab)
* Viele Patienten verlieren bereits recht früh an Gewicht, WAngst vorm Essen, da der Schmerz häufig unter der Mahlzeit verstärkt ist
* Suicidneigung und Analgetikasucht ist häufig
* Erst wenn mehr als 90 % des Pankreas zerstört sind, treten mit Fettunverträglichkeit, Fettstühlen (Steatorrhoe), Malassimilationssyndrom, Diarrhöen, Meteorismus und Diabetes mellitus die Zeichen einer exokrinen und endokrinen Pankreasinsuffizienz auf.
* Bei der Palpation des Abdomens geben die meisten Patienten einen Druckschmerz im Oberbauch an.
Komplikationen
* Pseudozysten mit Kompression der Gallenwege (Ikterus) oder des Duodenums, sowie Blutung und Verdrängungserscheinungen
* Abszesse
* Milzvenenthrombose
* Aszites.
Diagnostik und Differentialdiagnose
* Hinter einer rezidivierenden Pancreatitis kann sich sowohl eine chronisch rezidivierende Pankreatitis mit akutem Schub oder eine echte akute Pankreatitis verbergen, die diagnostische Trennung ist schwer, die Therapie daher gleich
* Röntgenleeraufnahme des Abdomens: Bei ca. 30 % findet man WKalkspritzer" (gewebliche Veränderungen mit Kalkeinlagerungen)
* Sonographie: zeigt vor allem in späteren Krankheitsstadien Pseudozysten
* ERCP : Pankreasgang und evtl. Gallengänge sind verändert
* Labor: ?-Amylase und Lipase sind in der Regel nur während eines akuten Schubes erhöht.
• Eine exokrine Pankreasinsuffizienz kann durch folgende Funktionstests nachgewiesen werden:
* Beim Sekretin-Pankreozymin-Test wird dem nüchternen Patienten zunächst eine tiefe Duodenalsonde gelegt und dann der Duodenalsaft vor und nach Stimulation durch intravenöse Sekretin- und Pankreozymingabe analysiert. Vor der Untersuchung muss der Patient eine Nahrungskarenz von mindestens 12 Stunden einhalten
* Einfacher und weniger belastend ist der Pankreolauryltest, bei dem die Patienten Fluoresceindilaurat oral zu sich nehmen. Die Substanz wird bei intakter exokriner Pankreasfunktion in Laurinsäure und Fluorescein gespalten. Letzteres kann dann im Sammelurin nachgewiesen werden
* Ähnlich funktioniert auch der NBT-PABA-Test ( N - B enzol-L- t yrosyl- p araamino b enzoesäure bzw. englisch: -acid), bei dem die oral aufgenommene Testsubstanz durch Cholestyramin gespalten und das Spaltprodukt PABA im Sammelurin gemessen wird
* Die Stuhluntersuchungen entsprechen denen bei Malassimilation (Gewicht, Fettanteil, Chymotrypsingehalt). Außerdem ist heute die Bestimmung der Elastase 1, eines weiteren pankreasspezifischen Enzyms, im Stuhl möglich.
Behandlungsstrategie
• Akute Schübe werden wie eine akute Pankreatitis behandelt. Ansonsten gelten in der Behandlung der chronischen Pankreatitis folgende Grundsätze:
* Stets notwendig ist absoluter Alkoholverzicht
* Die Kost sollte kohlenhydrat- und eiweißreich (100-120g/Tag), dabei fettarm sein. Am günstigsten sind mehrere kleine Mahlzeiten. Am besten werden mittelkettige Triglyzeride (z.B. Ceres®-Margarine) resorbiert
* Fehlende Pankreasenzyme werden substituiert (z.B. Kreon®-Granulat)
* Bei einem Diabetes mellitus ist eine Insulintherapie notwendig
* Evtl. ist die Gabe von Vitaminen (Fettlösliche vor allem) und Spurenelementen sinnvoll
* Vielfach müssen Analgetika gegeben werden.
• Pankreasgangsteine oder Pankreasgangstenosen können heute vielfach endoskopisch angegangen werden, ebenso ist eine Drainage von Pseudozysten oft über endoskopisch eingebrachte Katheter möglich.
• Operiert wird nur bei konservativ oder endoskopisch nicht lösbaren Ursachen der Erkrankung, etwa bei endoskopisch nicht behebbaren Stenosen und Pseudozysten, bei Fisteln, bei konservativ nicht beherrschbaren Schmerzen oder bei trotz Ausschöpfung aller anderen diagnostischen Möglichkeiten weiter bestehendem Tumorverdacht. Häufigste Eingriffe sind Drainageoperationen, bei denen die Pseudozyste oder der erweiterte Pankreasgang eröffnet und zur Entlastung z.B. mit einer nach der Roux-Y-Technik ausgeschalteten Jejunumschlinge anastomosiert werden. Resezierende Verfahren sind selten erforderlich.
Pflege bei chronischer Pankreatitis
* Wie Pflege bei akuter Pankreatits
* Selbsthilfegruppen, Suchtberatung
Ziel der Pflege : schädigende Faktoren, die ein Aufflackern der Entzündung begünstigen, so weit wie möglich ausschalten
Ernährung
* Problem: durch die Maldigestion (unzureichende Verdauungsleistung) nehmen die Patienten relativ früh an Gewicht ab und klagen über Übelkeit, Völlegefühl vor allem nach dem Mahlzeiten
* Im akuten Schub: Nahrungskarenz, parenterale Ernährung, danach langsamer Kostaufbau
* Alkohol verboten, Verzicht von Kaffee
* Wenig Fett, Vermeidung von Speesein, die nicht vertragen werden
* Frittierte/panierte Fleisch- oder Fischgerichte, fette Wurstsorten
* Blähende Gemüse wie Kohl, Hülsenfrüchten, Zwiebeln
* Fette Backwaren und Süßigkeiten
* Rohes Stein- oder Kernobst wie Pflaumen oder Johannisbeeren
* Stark gewürzte, gesalzene und gesäuerte Speisen
• In der Regel weiß der Patient selbst, was er verträgt
* Diätassistentin
* Unterstützung und Aufklärung der Angehörigen
Schmerzfreiheit
* Medikamentgabe, Nebenwirkungen und Wirkung überprüfen (Schmerzprotokoll)
Ausscheidung
* Stuhlgangbeobachtung: Fettbeimengungen, Obstipation, Diarrhoe
* Meterorismus
Sinn finden
* Große psychische Belastung für den Patienten
* Gesprächsbereitschaft zeigen, Einfühlungsvermögen, Geduld
* Selbsthilfegruppe,Sozialdienst
Prognose
Wurde die Erkrankung durch Choledochus- oder Papillensteine bzw. -stenosen ausgelöst, ist die Prognose nach Beseitigung der Ursache gut. Alle anderen Formen sind durch einen langen Leidensweg, aber insgesamt geringe Letalität gekennzeichnet. Werden die fettarme Diät und die absolute Alkoholkarenz konsequent eingehalten, kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.







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Ich  möchte  Ihnen mit meinem  Internetauftritt meine Erfahrungen schildern. Auch eine  Selbsthilfegruppe wie den AdP e.V. möchte ich etwas näher vorstellen. Wir verfügen in der Gruppe über eine gebündelte Betroffenenkompetenz. Daher verstehen wir Ihre Ängste, Nöte und Probleme. Sprechen Sie uns an.
HILFE FÜR BETROFFENE
Wegen der Komplexität einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung sollten sich betroffene Patienten bzw. deren Angehörigen immer Hilfe von meheren Stellen suchen. Die Selbsthlife kann den Betroffenen bei der Bewältigung seiner Krankheit unterstützend helfen, ersetzt aber generell keinen Arztbesuch.
BETROFFENENBERICHT:
Jeder Betroffene berichtet über einzelne Schicksale, über unterschiedliche Krankheitsverlaüfe. Ich erlaube mir hier,  ausführlich über meine Krankheit auf dieser Website zu berichten. mehr
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